Roggenanbau

Roggenanbau

Roggen aus regionalem Anbau

Roggen- und Roggenmischbrote machen den Löwenanteil unseres Brotverkaufs aus. Aus diesem Grund reifte 2008 die Idee, selber Roggen in der Region anzubauen. In der Familie Goffinet aus Sankt Vith fanden wir einen starken Partner. Der Hof verfügt über die richtigen Maschinen, um die Felder zu bestellen und das Getreide zu ernten. Gesagt, getan. Nach einer mehrjährigen, nicht immer leichten Aufbauphase können wir inzwischen so gute Ernten einfahren, dass sie einen Großteil unseres Bedarfs an Roggenmehl decken. Vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit.

Pfluglose Bestellung der Äcker

Landwirt Peter Goffinet und sein Sohn Marcel bereiten ihre Äcker nicht mit dem Pflug, sondern mit dem Grubber auf die Aussaat vor. Während der Pflug den Boden wendet, lockert der Grubber die Erde lediglich auf. Vorteile? Die Mikroflora im Boden bleibt in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Das führt dazu, dass die Pflanzen stressbeständiger und weniger anfällig für Krankheiten sind. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass Pflanzen auf gegrubberten Ackerflächen tiefer verwurzelt sind, was die Wasseraufnahme erleichtert und verbessert.

Kooperation mit Wagner-Mühle Sommerau

Nach dem Grubber kommt die Aussaatmaschine zum Einsatz. Sie kann 5 Arbeitsschritte in einem einzigen Durchlauf bewältigen:
1)     Auflockerung des Bodens
2)     Aussaat
3)     Anbringung eines Nährstoffdepots (Dünger) unter dem Saatgut
4)     Andrücken des Saatgutes
5)     Striegelung des Ackes

Nach der Ernte wird der Roggen zur Wagner-Mühle in Sommerau (Rheinland-Pfalz, Deutschland) transportiert, wo er gereinigt und auf traditionelle Weise gemahlen wird. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirt, Müller und Bäcker ist vorteilhaft für alle drei. Hier wird der Fair-Trade-Gedanke auf regionaler Ebene gelebt.